Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

neu 

Das war unser  Sommerfest 2018

Warum ist die kleingärtnerische Nutzung so bedeutsam? 

Presse 

Freie Gärten

 

Nächste Termine:  

 01.10.2018, 18:00 Vorstandsitzung

Ab 08.10.2018 Abstellen des Wassers und Ablesen der Wasseruhren

20.10.2018, 09:00 Arbeitseinsatz

27.10.2018, 10:00 bis 12:00 Uhr Ablesen der Stromzähler

03.11.2018, 10:00 - 12:00 Uhr Ablesen der Stromzähler

13.11.2018, 18:00 Vorstandsitzung

 

Bitte denkt an die Abrechnung der geleisteten Arbeitsstunden!

 

 

Beachtet auch die Aushänge in der Anlage!

 

Das Protokoll der Mitgliederversammlung kann bei jeder Vorstandsitzung eingesehen werden. 

Kontakt:

vorstand@kleingartenverein-sternplatz.de

Tel.: 01577 5952642 (bitte auf Anrufbeantworter sprechen)

zuletzt aktualisiert:

20.09.2018

 

30.08.2018

Schaukasten des LSK September 2018

An die nächste Ernte denken!

Auch jetzt macht Garten richtig Spaß! Es ist Zeit für die Ernte vieler Hauptkulturen: Kartoffeln, Möhren und Kürbisse, Pflaumen, frühe Birnen und Äpfel. Bei der Obsternte sollten wir auch schon an den Ertrag im nächsten Jahr denken. Einige Krankheiten und Schädlinge sorgen oft für große Ernteausfälle und schwächen unsere Obstgehölze.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, unsere Obstbäume komplett abzuernten. Alle verfaulten Früchte, wurmiges Obst und sonstige Fruchtmumien (Narrentaschenkrankheit Zwetsche) werden mit ausgepflückt, unter dem Baum aufgelesen und anschließend zu Hause im Restmüll entsorgt. So vermeiden wir zu großen Teilen eine Neuinfektion im nächsten Jahr - besonders, wenn das auch alle Gartenfreunde/-innen in der Kleingartenanlage machen.
Hatten wir Wellpappgürtel an Apfel- und Pflaumenbäumen angebracht, sind diese jetzt zu kontrollieren. Wenn Apfel- oder Pflaumenwicklerlarven vorhanden sind, werden die Gürtel noch einmal erneuert. Vorher können wir zur Stammpflege mit einem Kratzeisen oder einer harten Bürste die lockere Borke entfernen - und damit auch allerhand Ungeziefer. Mit einem untergelegten alten Bettlaken oderÄhnlichem wird alles aufgefangen und anschließend mit den alten Wellpappgürteln im Hausmüll entsorgt.
In diesem Frühjahr hatte ich oft kahl gefressene Kronenbereiche an Obstbäumen gesehen. Da waren die Raupen vom Frostspanner am Werk. Jetzt im Herbst beginnt der Lebenszyklus des Falters von Neuem: Die Weibchen kriechen die Obstbaumstämme empor, um in der Krone an den Knospen ihre Eier abzulegen. Die daraus schlüpfenden Raupen fressen dann im nächsten Frühjahr wieder junge Blätter und Blüten. Um die flugunfähigen Weibchen an der Eiablage zu hindern, bringen wir jetzt Leimringe um die Obstbaumstämme an. Manchmal werden die Eier dann unterhalb der Leimringe abgelegt. Das kann man im Winter kontrollieren und die Eier entfernen. Die Leimringe können dann auch erst einmal wieder ab.
Vor dem Anbringen von Wellpappgürteln und/oder Leimringen rundet nach dem Abkratzen ein weißer Stammanstrich die Obstbaumpflege ab. Er verhindert das Entstehen von Frostrissen im Winter. Im Fachhandel gibt es verschiedene Produkte (z.B. Arboflex). Waren die zurückliegenden Wochen sehr trocken, können die Obstbäume noch einmal gewässert werden. Das fördert eine gute Holzreife.
Nach der Gemüseernte sollten die leeren Beete über den Winter nicht brachliegen. Hier können wir nach Saatbettvorbereitung noch einige Leckereien einsäen, z.B. Rucola, Winterportulak, Spinat, Feldsalat, Grün im Schnee, Tatsoi oder Kresse.
Oder wir stecken noch Knoblauch und Wintersteckzwiebeln. Gepflanzt werden können jetzt noch Erdbeeren, Rosen und Obstbäume. Das Stecken von Blumenzwiebeln (Frühblüher) an verschiedenen Plätzen bringt Farbe in den Garten und freut die Wildbienen im Frühjahr, insbesondere Blausterne.
Wer nichts mehr anbauen möchte, sollte Gründüngungspflanzen aussäen. Es gibt einige Möglichkeiten: Phacelia, Ölrettich, Gelbsenf, Winterwicke, Inkarnatklee oder Wintereiweißerbse. Die meisten Pflanzen frieren im Winter ab, sie binden den Stickstoff am Standort und schützen den Boden als Mulchschicht vor Auswaschung.
Wer wie ich in diesem Jahr Schäden durch Wühlmausfraß hatte (Obstbaumwurzeln), startet jetzt die Jagdsaison! Es gibt im Handel verschiedenste Fallen. Viel Erfolg dabei und eine gute Ernte!

Jörg Krüger
Landesgartenfachberater
Gartenfreund . September 2018

21.07.2018

Ich muss (will) meinen Garten aufgeben - was ist zu tun? 

Muss man die Gartennutzung aufgeben, entstehen viele Fragen. Das BKleingG enthält keine Regelungen bei eigener Kündigung, denn diese richtet sich nach den Vereinbarungen im Unterpachtvertrag oder nach den allgemeinen Regelungen des BGB. 

Worauf kommt es bei der eigenen Kündigung an? 

Man muss sich den Unterpachtvertrag genau ansehen, denn es gilt die vereinbarte Kündigungsfrist oder, falls nichts vereinbart ist, § 584 BGB, wonach die Kündigung nur zum Schluss des Pachtjahres mit einer 6Monatsfrist möglich ist. Der neue Unterpachtvertrag fordert, dem Vorstand die Kündigung bis 3. Werktag Juli zum 30.11. d.J. zuzustellen. § 7 BKleingG fordert die Schriftform der Kündigung und deren rechtzeitige (und nachweisbare) Zustellung. 

Empfehlenswert ist, die Kündigungsabsicht vorausschauend mit dem Vorstand zu beraten, insbesondere wegen des weiteren Umgangs mit dem Garten (Weitervergabe möglich oder nicht; Rückgabezustand des Gartens; noch zu tätigende Aufwendungen). 

Man beachte, dass der Garten auch auf die Rückgabe vorbereitet werden muss (Entfernen alter, abgängiger sowie nicht zulässiger Gehölze; ggf. Instandhaltungsarbeiten an der Laube wegen günstigerer Bewertung; nichts ansammeln, was zu entsorgen ist usw.). 

Bei Eigenkündigung entsteht kein Anspruch auf eine Entschädigung. Als Pächter ist man Eigentümer von Bebauung und Bepflanzung und hat ein Wegnahmerecht von sechs Monaten (§§ 581 Abs. 2; 539 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 4 Abs. 1 BKleingG), das in eine Wegnahmepflicht übergeht, wenn sich kein Pachtnachfolger findet, der das Eigentum übernimmt. 

Bei Abgabe des Gartens ist eine Wertermittlung verbindlich, die nicht nur eine Feststellung über einen realen Verkaufspreis an einen Pachtnachfolger beinhaltet, sondern hauptsächlich einer Zustandskontrolle bezüglich der kleingärtnerischen Nutzung und Nutzbarkeit der Parzelle dient. Nicht bewertet werden Anlagen und Anpflanzungen, die den Vorgaben einer kleingärtnerischen Nutzung nach BKleingG und Kleingartenordnung widersprechen. 

Wichtig:  

Die Neuvergabe des Gartens ist ausschließlich Sache des Vorstandes. Hat man einen Nachfolger, entscheidet nur der Vorstand, ob und ggf. mit welchen Auflagen er einen Unterpachtvertrag bekommt. Jeder Gartenfreund ist gut beraten, bei Gartenabgabe diesen Anregungen zu folgen.

 

Dr. Rudolf Trepte

 

21.03.2018

Die Freie Presse veröffentlichte am 21.03.2018 einen Bericht von Gerd Betka:

 
Flechten an einem abgebrochenen Ast. Für Tommy Brumm, Vizepräsident des Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner,

ist diese Symbiose von Algen und Pilzen ein Anzeichen für gesunde Luft. Doch die allein macht es nicht. Zur

Artenvielfalt im Kleingarten, ist er überzeugt, kann jeder beitragen. FOTO: FRANKO MARTIN

 

Tommy Brumm widmet sich seit zehn Jahren der Artenvielfalt in Kleingärten. Das Insektensterben sieht er als Alarmsignal. Für den eigenen Garten hat er fünf Tipps parat.

VON GERD BETKA

PLAUEN/REICHENBACH — Artenvielfalt im Kleingarten – dieses Thema beschäftigt Tommy Brunn seit etwa zehn Jahren. Als Verantwortlicher für das „Grüne Klassenzimmer“ bei der Landesgartenschau 2009 in Reichenbach ebenso wie danach bei einem Jugendforschungsprojekt am Reichenbacher Goethe-Gymnasium.

Als Landeschef der Schreberjugend und als Vizepräsident des Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner hat er das Thema stets im Blick. „Wir haben eine ansehnliche Studie dazu erstellt, aus der nächstes Jahr ein Buch werden kann“, sagt er. In der Fachzeitschrift „Gartenfreund“ hat er 62 Artikel zur Artenvielfalt im Kleingarten veröffentlicht.

„Wir haben in Sachsen 205.000 Mitglieder, die rund 9000 Hektar in Kleingartenanlagen bewirtschaften. Da können wir einiges bewirken“, sagt er. Alarmsignal ist das anhaltende Insektensterben. Wer in einer lauen Sommernacht mit dem Auto über ein Feld fahre, habe immer weniger Insekten an der Scheibe kleben, sagt Brumm. Das sei ein klares Indiz. Schuld seien die globale Erwärmung und der massive Gifteinsatz in der Landwirtschaft. „Wenn sie aufhören zu spritzen, wird es für die Verbraucher teurer. Aber wenn sie jetzt nicht aufhören, wird es noch viel teurer. Wir brauchen die Bienen zur Bestäubung der meisten Kulturpflanzen“, sagt er. Schon jetzt sei die Hälfte der 560 Wildbienenarten und -unterarten in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Was aber kann ein jeder in seinem Garten tun?

Tipp Nummer 1: Kein Gift einsetzen!

Der Trend geht laut Brumm zurück zu altem Gartenwissen. So lassen sich aus Pflanzen eigene Spritzbrühen herstellen. Zum Beispiel Brennnesselbrühe gegen Blattläuse und Spinnmilben. Alte Kulturpflanzen sind oft weniger anfällig für Fraßfeinde, so der Rote Meier als Blattgemüse. Die Unterpflanzung von Kräutern und Gemüse bewährt sich. Manche Düfte von Kräutern schrecken Pflanzenschädlinge ab. Kerbel vertreibt bei Salat nicht nur Blattläuse, sondern auch Ameisen. Zwiebeln schützen bei Erdbeeren gegen Pilze. Kräuter helfen auch – neben der Gartenschere – gegen Schnecken. Tommy Brumm: „Wenn man Rainfarn trocknet und im Frühjahr gehäckselt ins Beet streut, mögen das Schnecken gar nicht.“ Auch hier gilt: Kein Schneckenkorn verwenden. Denn das tötet auch Nutzschnecken wie Tigerschnegel oder Weinbergschnecke, die die gefürchtete Spanische Wegschnecke und deren Eier vertilgen.

Tipp Nummer 2: Nistkästen im Garten anbringen!

Ornithologen raten laut Tommy Brumm, die Kästen im Herbst abzunehmen und im Frühjahr erst nach und nach wieder hinzuhängen, damit – wenn Zugvögel zurückkehren – nicht schon alle Nistmöglichkeiten besetzt sind. Viel helfe hier nicht viel. Man sollte daran denken, dass die Tiere Platz für ein eigenes Revier brauchen.

Tipp Nummer 3: Für einen Stoffkreislauf im Garten sorgen!

Bevor man Erde aus dem Supermarkt holt, sollte man einen Kompost anlegen.

Tipp Nummer 4: Gedanken machen, welche Ansprüche Pflanzen haben!

Welche Pflanzen passen zusammen, und welche machen einander Konkurrenz? Bekannt ist zum Beispiel, dass zu eng gepflanzte Bäume einander bekämpfen und anfällig für Hallimasch-Befall werden.

Tipp Nummer 5: An die Insekten denken!

Mit Insektenhotels und Blütenpflanzen sei da viel getan. Auch in Reichenbachs größtem Garten, dem Park der Generationen, wo Tommy Brumm als Mitarbeiter der Stadtverwaltung tätig ist, wird nach diesen Prämissen gehandelt. „Wir haben den Einsatz von Spritzmitteln auf ein Fünftel reduziert“, erklärt er. Stattdessen komme eine Rollhacke mit Jätemesser zum Einsatz. Verwendet werde ausschließlich biologischer Dünger. Zur „Förderung der Artenvielfalt in Kleingartenanlagen“ soll es in diesem Jahr vier Treffen in Sachsen geben, bei denen sich verschiedene Fachbereiche austauschen: Kleingärtner, Naturschützer, Ornithologen, Imker und Insektenkundler.

Beim Gespräch mit Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt im Februar habe sich dieser als Schirmherr bereit erklärt, freut sich Tommy Brumm. Den Anfang macht Westsachsen im Rodewischer Ratskellersaal. Der genaue Termin steht indes noch nicht fest.

 

28.02.2018

Nachgefragt: Muss ich Pflichtstunden leisten

Dr. Rudolf Trepte veröffentlichte im Gartenfreund der Verbandszeitschrift für das Kleingartenwesen diesen Artikel.

 

Gärtnern mit Kindern

Am 12.10.2017 habe ich folgende E-Mail bekommen, die ich hier veröffentlichen möchte:

"Lieber Herr Löckelt, 

im Zuge unseres aktuellen Projekts zum Thema Gärtnern mit Kindern, bin ich auch auf Ihren Gartenverein gestoßen und würde Ihnen deshalb gerne unseren kostenfreien Ratgeber vorstellen, der dabei entstanden ist. 

Welches Kind buddelt nicht gerne in der Erde, spielt mit Wasser und beobachtet Tiere? Der Garten bietet das perfekte Potential dazu. Deshalb haben wir uns mit der leidenschaftlichen Gärtnerin, Mutter und Autorin Birgit Kuhn zusammengetan und den kostenlosen Ratgeber „Der pädagogisch wertvolle Garten – Wie Sie Ihren Kindern die Natur nahebringen“ verfasst. Hierin erklärt sie nicht nur die pädagogische Wirkung der Natur, sondern gibt auch eine Übersicht ab welchem Alter welche Tätigkeiten sinnvoll sind. Dabei haben die kleinen Hobbygärtner nicht nur im Sommer etwas zu tun: Die Autorin listet schöne Aufgaben für das ganze Jahr. 

Um den Ratgeber möglichst vielen interessierten Eltern und Großeltern zur Verfügung zu stellen, haben wir uns dazu entschieden, den Inhalt kostenlos anzubieten. 

Gerne können Sie auf kleingartenverein-sternplatz.de auf das E-Book verweisen, um auch Ihren Lesern den Zugriff auf den Inhalt zu ermöglichen. Das Ganze könnte ja auch sehr gut zu Ihrer "Links" Kategorie passen. Dieses finden Sie hier:

Der pädagogisch wertvolle Garten 

Ich würde mich sehr über ein Feedback freuen und bin über jeden Hinweis dankbar. 

Liebe Grüße 

Marie Bachmayr 

Redakteurin

---


NeoAvantgarde
Neue Schönhauser Str. 9
D-10178 Berlin
 
phone:   +49 (0) 30 609 8689 65
fax:        +49 (0) 30 60 986 89 69
web:      www.neoavantgarde.de
facebook: facebook.com/magazine.neoavantgarde/"

  

 

Aus der Zeitschrift des LSK Gartenfreund Nr. 10/Oktober 2017

Aus der Zeitschrift des LSK Gartenfreund "Sachsen aktuell" - Ausgabe Februar 2017

Unterschiede zwischen Klein- und Erholungsgärten

Acht Gartenfreunde vom Verband der Gartenfreunde Riesa und vom Territorialverband „Sächsische Schweiz“ der Gartenfreunde trafen sich am 23. November 2016 in Riesa, um darüber zu diskutieren, was unsere Kleingärten von Wochenend- und Erholungsgrundstücken unterscheidet. Die anwesenden Gartenfreunde aus Riesaer Vereinen kämpfen vor allem damit, dass immer wieder einzelne Pächter den Vorständen das Leben schwer machen, weil sie den Pachtgegenstand nicht vertragsgemäß nutzen wollen – sprich: die Gartenfreunde wollen kein Obst und Gemüse anbauen und wollen die Gärten auch ansonsten eher als Wochenend- und Erholungsgrundstück nutzen. 
Ja, es gibt immer wieder Kleingärtner, welche gegen das Bundeskleingartengesetz wettern, dass dieses nicht mehr zeitgemäß wäre und modernisiert werden müsste. Es wird behauptet, die meisten Leute würden kein Obst und kein Gemüse mehr anbauen wollen, weil es ja genügend preiswertes Obst und Gemüse im Supermarkt zu kaufen gibt, was sich jeder leisten könne. Die Leute hätten gar keine Zeit mehr, wird weiter argumentiert, Beete zu bewirtschaften, und die ganzen Regeln wären sowieso viel zu überspannt. Warum kann man nur eine 24 m² große Laube haben und warum ist ein Pool verboten und warum kann man nicht alle Bäume pflanzen, die man gern möchte? 
Stellen wir uns einmal vor, dass die Mitglieder eines Anglervereines meinen, dass es nicht mehr zeitgemäß wäre, zu angeln. Schließlich kann man Fisch in Hülle und Fülle im Handel kaufen. Na, und die viele Zeit, die beim Angeln benötigt wird oder die lästigen Arbeitseinsätze am Pachtgewässer, dafür hätte auch keiner heutzutage noch Zeit und die strengen Regeln, die beim Angeln gelten, könnten ruhig mal gelockert werden. Warum die staatliche Prüfung zum Erwerb eines Fischereischeins absolvieren und vorher einen zeitaufwendigen und kostenintensiven Schulungskurs besuchen oder Schonzeiten, Mindestmaße und Fangbegrenzungen bei bestimmten Fischarten einhalten – da kommt doch keiner mehr in den Anglerverein?! Jedes Mitglied eines Anglervereines, welches seinen Verein mit derartigen Argumenten konfrontieren würde, bekommt eine klare Antwort: „Dann tritt doch aus dem Verein aus, dich zwingt keiner, bei uns mitzumachen. Du hast von Anfang an gewusst, was in unserer Satzung steht und welche Ziele wir haben!“ 
Wir Kleingärtner hingegen lassen uns allzu oft auf Diskussionen mit Mitgliedern ein, welche aus einem Kleingarten einen Wochenend- und Erholungsgarten machen wollen.   …

 

WWF-Tipps für den Garten

 

13.01.2017

Regenwürmer

Ein lebendiger, gesunder Boden ist die Grundlage aller Landökosysteme. Rund ein Drittel der Landfläche ist landwirtschaftlich genutzter Boden, von dessen weltweit bedrohter Fruchtbarkeit die Menschheit lebt. Die natürliche Bodenfruchtbarkeit wird vom Mikrokosmos des Bodenlebens geschaffen, welchem mehr Arten angehören als auf der Erdoberfläche leben.

In den meisten heutigen Landbausystemen ist zu wenig der Wurm drin: denn zu viel und zu schwerer Maschineneinsatz, zu wenig Pflanzenrückstände als Regenwurmfutter und zu viele schädigende Stoffe schädigen unsere Bodengestalter. Eine Folge ist die verminderte Wasseraufnahme der Böden mangels Wurmröhren. Zunehmende Überschwemmungen auch nach normalem Starkregen, wobei die Gewässer, braun von abgeschwemmtem Boden, schlammig über ihre Ufer treten, sind deutliche Anzeichen dafür.

Im „Regenwurm-Manifest“ erfahren Sie, warum das würmische Leben für die Böden und für uns so wichtig ist und welche Folgen eine Wurmarmut für die Landwirtschaft und den Wasserhaushalt hat.

Quelle: WWF

 

31.10.2016

Das folgende Bild ist aus "DIE WILDBIENE" Info-Blatt der Deutschen Wildtier Stiftung Nr. 01/16 21.10.2016


 

 

23.03.2016

Bienenfreundlicher Garten

Bienen, Hummeln und Co. sind unersetzlich. Als Blütenbestäuber sorgen sie für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Doch ihr Lebensraum ist bedroht. Helft mit, mehr Nahrungsangebote für Blütengäste zu schaffen. Hier ein paar Tipps.

 

21.02.2016

Glyphosat im Kleingarten? - Nein, danke!

Das weltweit meistverkaufte Herbizid Glyphosat steht kurz vor der Neuzulassung in der EU. Für Hersteller und Agrarindustrie geht es um ein Milliardengeschäft.
Glyphosat muss in der EU neu bewertet werden, damit es für weitere zehn Jahre zugelassen werden kann - oder eben nicht. Die EU-Kommission soll darüber bis Mitte 2016 entscheiden, es ist ein Aufschub der Entscheidung um ein weiteres halbes Jahr. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Es soll die Verbraucher vor Gesundheitsschäden schützen und prüft die Sicherheit von
Glyphosat für die gesamte Europäische Union. Nun muss die Behörde jedoch einräumen, dass sie Hinweise auf deutlich erhöhte Krebsraten in einer ganzen Reihe von Tierstudien übersehen hat. Der Streit um das Herbizid spitzt sich weiter zu, es geht darum, ob der Wirkstoff „als wahrscheinlich krebserregend' gilt oder nicht.
Glyphosathaltige Unkrautvernichter (z. B. Roundup) sind Breitbandherbizide, also Unkrautvernichtungsmittel, die für fast alle Pflanzenarten toxisch sind. 1971 ließ Monsanto Glyphosat als Herbizid patentieren. Seit dem Ablauf des Patentschutzes mischen zahlreiche Unternehmen mit. Die Hälfte des Angebots stammt heute aus China.
Glyphosat-Präparate werden auch für den Haus- und Kleingarten vermarktet. Macht das Kleingärtner deshalb zu Hauptakteuren im Glyphosat-Skandal? Nein! Laut einer Erhebung der Universität Göttingen wird auf 39 % der Ackerflächen Deutschlands Glyphosat appliziert. Betroffen sind Winterraps, Hülsenfrüchte, Wintergerste und Sommergetreide. Vor der Aussaat werden die Felder frei von Wildkräutern gespritzt, vor der Ernte beschleunigt Roundup die Reifung der Kulturpflanzen, was natürlich zu Rückständen in Lebensmitteln führt. Nach der Ernte wird das Herbizid auf die Stoppeln gesprüht, um den Unkrautbewuchs vor der Bodenbearbeitung zu unterbinden. Hier liegt die Hauptursache für den Eintrag in die Nahrungsmittelkette des Menschen, hier besteht Handlungsbedarf - nicht in Kleingärten.
Kleingärten ohne Glyphosat
Es gibt keinen Handlungsbedarf in Kleingärten, denn immer mehr Gartenfreunde erkennen den Wert eines ökologisch bewirtschafteten Kleingartens: Sie nehmen einen gewissen Grad an Handarbeit aus Freude am Garten und an der Natur in Kauf. Sie bauen Obst und Gemüse unabhängig von Vermarktungsvorschriften an und verzichten auf Höchsterträge. Deshalb lässt es sich im Kleingarten viel leichter mit Schädlingen und Krankheiten und erst recht mit Bei- oder Wildkräutern leben als anderswo.
Wichtigstes Ziel der meisten Gartenfreunde ist es, gesundes Obst und Gemüse heranzuziehen. Da braucht man keine Breitbandherbizide. Sie werden auch längst nicht mehr verwendet. In vielen Gartenordnungen der Verbände und Vereine ist der Einsatz von Breitbandherbiziden untersagt.
Ein fortschrittlicher Gedanke! Wer trotzdem den ungebrochenen Absatz von Roundup und Co. kritisiert, schaue sich bei den Hausgärtnern um. Unkrautfrei gesprühte Wege und Garageneinfahrten (übrigens Nichtkulturland, auf dem die Anwendung gar nicht zu gelassen ist) bedürfen keiner weiteren Erläuterung. Erlaubt sei zudem die Frage: Warum sollte ein Kleingärtner seine Stauden- und Gemüsebeete überhaupt mit einem Totalherbizid behandeln?
Egal, wie die EU-Kommission im Glyphosat-Streit entscheidet: Glyphosathaltige Breitbandherbizide haben in Kleingärten nichts zu suchen. Einen Kleingarten zu bewirtschaften heißt, Verantwortung zu übernehmen für die Umwelt, für Mitmenschen, für Pflanzen und Tiere. Ein moderner Kleingarten wird ökologisch bewirtschaftet-auch hier setzen die Gartenfreunde längst Trends.


Thomas Wagner Bundesverband Deutscher Gartenfreunde; www.kleingarten-bund.de   
Gartenfreund Januar 2016

 

07.10.2015 

Strom- und Wasserzähler im Garten – bitte geeicht! 

Angesichts der Strom- und Wasserkosten reibt sich so mancher Gartenfreund alljährlich verwundert die Augen: So viel soll ich verbraucht haben? Hinzu kommen „Differenzen“, die zwischen Hauptzähler und Summe der Unterzählern klaffen. Diese Differenzen werden in der Regel zu gleichen Teilen auf alle Gartenbesitzer verteilt, wobei diese Anteile teils größer sind als der gemessene individuelle Verbrauch. Die Ursachen können vielfältig sein: Überalterte Leitungen lassen unbemerkt größere Mengen Wasser versickern. Elektroleitungen sind im Gartenverein oft recht lang, haben geringe Querschnitte oder korrodierte Klemmstellen. Die Folge ist unweigerlich ein erheblicher Spannungsabfall und damit Energieverlust. Die Elektroverteilung in so mancher Gartenlaube entspricht nicht den aktuellen Sicherheitsanforderungen und kann zusätzlich als  „Einladung zum Stromdiebstahl“ verstanden werden. Nicht zu unterschätzen ist der Eigenverbrauch der Elektro-Unterzähler: Pro Jahr können das je nach Fabrikat bei einem Wechselstromzähler 10 bis 20 kWh sein (bei Uralt-Modellen auch deutlich mehr!), die der Zähler selbst nicht messen kann – sehr wohl aber der Hauptzähler. Bei 100 Unterzählern entstehen so ohne Weiteres 2.000 kWh „Differenz“. 

Neben diesen teils unvermeidbaren physikalischen Gegebenheiten bzw. teils nur aufwändig zu behebenden Mängeln ist die Messgenauigkeit der Zähler in der Gärten selbst ein wesentlicher Teil des Problems. Nach 30 Jahren ohne Wartung und Prüfung darf man von Strom- oder Wasserzählern kein korrektes Messergebnis mehr erwarten.

Elektrozähler sind in einer unbeheizten Gartenlaube erheblichen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt, die im Gerät zu Betauung und nachfolgender Korrosion führen. Die Messgenauigkeit leidet darunter, insbesondere bei geringer Leistungsentnahme läuft der Zähler eventuell gar nicht mehr an. 

In Wasserzählern bilden sich unvermeidlich Ablagerungen von Kalk und Rost. Davon werden die inneren Strömungskanäle verengt, das Wasser strömt in der Folge mit höherer Geschwindigkeit auf das Laufrad – es wird ein Mehrverbrauch angezeigt. Ablagerungen und Fremdkörper können jedoch auch zur Schwergängigkeit oder Blockierung des Laufrades führen – in diesen Fällen wird ein Minderverbrauch angezeigt. Besonders nachteilig wirkt sich die Winterpause aus: Im Frühjahr sollte generell überprüft werden, dass der Zähler wirklich anläuft. Der wohlgemeinte Ausbau der Zählers im Herbst führt übrigens zum Austrocknen und lässt Ablagerungen aushärten, womit sich die messtechnischen Eigenschaften weiter verschlechtern. 

Was offenbar vielen Gartenbesitzern und einigen Vereinsvorständen nicht bewusst ist: Im geschäftlichen Verkehr besteht für Strom- und Wasserzähler Eichpflicht. Die Verwendung ungeeichter Messgeräte ist ordnungswidrig und mit Bußgeld bedroht. 

Der Gesetzgeber unterscheidet im Eichgesetz nicht zwischen „Hauptzähler“ und „Unterzähler“. Es spielt keine Rolle, ob der Lieferant der Elektroenergie oder des Wassers ein öffentliches Versorgungsunternehmen ist oder ob der Verein intern weiterverteilt. 

Fazit: Sobald der mit einem Messgerät bzw. Zähler ermittelte Verbrauch von Elektrizität oder Wasser Grundlage für eine verbrauchsabhängige Abrechnung ist oder in sonstiger Weise Einfluss auf die Höhe des vom Gartenbesitzer zu entrichtenden Entgelts hat, besteht Eichpflicht. 

Dies dient dem Schutz des Verbrauchers, der die Richtigkeit der Messergebnisse in der Regel nicht beurteilen kann und der deshalb nur einem von einer unabhängigen Stelle geeichten Messgerät vertrauen kann. Die Mitglieder können übrigens nicht ihren Verein zum „eichrechtsfreien Staat im Staat“ erklären, indem sie sich unter Umgehung der Eichpflicht auf die Abrechnung mittels ungeeichter Zähler „einigen“. 

Eichung in Fakten: 

1. Strom- und Wasserzähler müssen ein Zulassungszeichen tragen, damit sie geeicht werden können. 

2. Eichgültigkeit (immer ab Herstelljahr bzw. Jahr der letzten Eichung und unabhängig davon, ob der Zähler ganzjährig verwendet wird) 

 Elektroenergiezähler (mechanische Induktionszähler): 16 Jahre 

 Elektroenergiezähler (elektronische Zähler): 8 Jahre 

 Wasserzähler für Kaltwasser: 6 Jahre 

Bei Neukauf: Vorsicht vor Ladenhütern, bei denen ein Teil der Eichgültigkeit bereits abgelaufen ist! 

3. Nacheichung 

In staatlich anerkannten Prüfstellen, nicht in den Eichämtern. 

Bei Wasserzählern muss das Messwerk in der Regel vom Hersteller komplett ausgetauscht werden, damit die Eichfehlergrenzen eingehalten werden. Neuanschaffung ist dabei in der Regel wirtschaftlicher. 

4. Eichkosten 

 Einphasenwechselstromzähler: 11 €, ab 20 Stück 7 €, ab 100 Stück 5,90 € 

 Wasserzähler für Kaltwasser: 14,30 €, ab 10 Stück 8,30 €, ab 100 Stück 6,40 € 

Bei Neukauf ist ein geeichter Zähler zwangsläufig teurer als ein nicht geeichter. Die Mehrkosten liegen jedoch erfahrungsgemäß unter einem Euro pro Jahr der Eichgültigkeit. 

Das ist es mir wert. Wo sonst kann ich mir für so wenig Geld so viel Ärger vom Hals schaffen?! 

 

Karsten Riedel  Leiter des Eichamtes Leipzig 

Weiterführende Informationen: http://www.eichamt.sachsen.de/

(Rechtsgrundlagen, Eichämter, staatlich anerkannte Prüfstellen)

 

23.07.2015

Bienenschutz ...

„… natürlich auch für Wildbienen!“

Nur wenige Tierarten, erst recht nicht unter den Insekten, haben ein so positives Image wie die Honigbiene. Die fleißige Bienenarbeiterin, die unermüdlich selbstlos den so schmackhaften, süßen Honig produziert und dabei die Obstbäume bestäubt.

Geprägt durch Geschichten rund um die Biene Maja sind Generationen von Kindern mit diesem Bild aufgewachsen. Selbst die Möglichkeit eines schmerzhaften Bienenstichs, bei Wespen und Hornissen Ursache häufig panischer Reaktionen und umgehender Nestvernichtungen, wird den Honigbienen nachgesehen, ja sogar noch medizinisch-therapeutisch genutzt. .... Einen interessanten Artikel gibt es hier:

 

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?